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Plus I
Antiflash

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte Holz imprägniert/Chemie verwendet werden?

Unter günstigen Bedingungen kann Holz lange dienen. Es muss jedoch durch Baumaßnahmen davor geschützt werden, dass Bedingungen entstehen, die den Befall mit Schädlingen begünstigen. Das gilt sowohl für Dachholz als auch für Holz in Außenbereichen, das durch die Regeneinwirkung höherer Feuchtigkeit ausgesetzt ist.

Immer mehr Investoren werden sich darüber klar, dass das Risiko für den Schädlingsbefall sich durch mögliche Fehler am Bau erhöhen kann, die dazu führen können, dass Regenwasser eindringt oder bei Temperaturschwankungen Wasser kondensiert, sowie durch horizontale Bauflächen, von denen Wasser ggf. schwer abläuft. Das Projekt kann noch so gut sein – im Bauverlauf kann bei einem Detail ein Fehler auftreten. Es kommt auch oft vor, dass das Holz mit einer wesentlich höheren Holzfeuchte auf den Bau kommt als den gewünschten 20%.

In diesem Fall dient die chemische Holzimprägnierung als Versicherung gegen potenzielle Probleme. Diese Versicherung werden wir vielleicht während der Lebensdauer des Bauwerks nie nutzen, aber wenn die oben aufgeführten Situationen eintreten, sind wir mit Sicherheit froh, einen solchen Schutz zu genießen. Dass wir rechtzeitig an die Vorbeugung gedacht und so mögliche Komplikationen und Kosten im Zusammenhang mit der anschließenden Sanierung des befallenen Holzes verhindert haben.

Stellen wir uns eine Modellsituation vor: Wir bauen ein Haus mit einem Grundriss von 15 x 10 m im Wert von 115,000 EUR. Für das Dach verwenden wir 8 m3 Dachlatten. Der Preis für professionell imprägniertes Dachholz aus dem Sägewerk beträgt ca.1,692 EUR. Unbehandeltes Holz ist für ca. 1,600 EUR zu haben. Den Preisunterschied von 192 EUR (0,16% des Hauswerts) – das ist ein ruhiges Gewissen mit Sicherheit wert!

Mehr dazu, warum Sie Holz imprägnieren sollten, erfahren Sie hier.

Dachfolie und/oder Imprägnierung des Dachholzes gegen Schädlinge?

Aufgrund von durchgeführten Tests, dem Studium allgemein zugänglicher Informationen und unserer langjährigen Erfahrungen sind wir zu diesem Schluss gelangt:

Die präventive chemische Behandlung des Dachholzes trägt eindeutig zur Verlängerung der Lebensdauer des Baus bei. Die Wahl einer ungeeigneten Dachfolie hingegen kann ein Faktor sein, der durch das Zusammenspiel verschiedener Umstände zu einer Verkürzung der Lebensdauer des Baus und zu Rekonstruktionsbedarf führen kann. Es ist daher besser, das Dach aus imprägniertem Holz zu errichten, das Dutzende von Jahren hält, mit oder ohne Folie, als sich nur auf Folie ohne Imprägnierung zu verlassen, da:

  • Holzimprägnierung wird bei der Errichtung von Dächern seit langem verwendet. Lange vor der Imprägnierung im heutigen Verständnis, auch Bochemit wird mit Erfolg seit bereits mehr als 50 Jahren genutzt, waren zum Schutz der Dachkonstruktionen z. B. Kreosolöle sehr beliebt. Und diese Dächer sind bis heute in einem guten Zustand, unbeschädigt und frei von Befall.
  • Imprägnierung, wenn sie richtig nach der Anleitung aufgetragen wird, schützt das Holz unter dem Dach über unbegrenzt lange Zeit, d.h. über die gesamte Lebensdauer des Baus.
  • Dachfolie hat eine angegebene übliche Lebensdauer von ca. 15 Jahren, das ist äußerst kurz gerade angesichts der geplanten Lebensdauer des Baus. Das bedeutet, dass Dachfolien mit zunehmender Zeit auch ohne Kontakt mit imprägniertem Holz degradieren. Aus unseren Tests hat sich zudem ergeben, dass verschiedene, auch neue Folien sofort wasserdurchlässig sind, d.h. überhaupt keinen Schutz gegen Feuchtigkeit gewährleisten. Und zwar auch ohne Kontakt mit dem Imprägnierungsmittel.
  • Die Garantiebedingungen von Dachfolien sind häufig so gestaltet, dass sie schon bei der Montage, sogar professioneller Montage, sehr schwer eingehalten werden können. So können z. B. bei der Montage das Einwirken direkter Sonneneinstrahlung und Witterungseinflüsse (Regen) nicht vermieden werden.
  • Wenn die nicht imprägnierten Latten unter der Dachabdeckung nicht dauerhaft unter den empfohlenen 10 % trocken sein werden, werden sie holzschädige Insekten anlocken, was Folie nicht verhindert. Eine degradierte Latte kann die Folie vielmehr mechanisch beschädigen. Beschädigte Folie lässt Wasser in das Holz durchdringen und beschleunigt so seine Degradierung.
  • Folie wirkt als mechanischer Holzschutz gegen Feuchtigkeit. Es handelt sich aber um zusätzliche Feuchtigkeit, die plötzlich und unerwartet auftritt, z. B. bei Beschädigung der Dachabdeckung. Sie schützt das Holz nicht gegen Schädlingsbefall im Falle der natürlichen Holzfeuchtigkeit. Zu berücksichtigen ist, dass die Gefahr eines Insektenbefalls des Holzes schon bei einer Holzfeuchtigkeit von mehr als 10 % und einer Temperatur von mehr als 10 °C besteht, d.h. auch sehr gut getrocknetes Holz ist dieser Gefahr ausgesetzt. Dabei ist durchaus üblich, dass Holz mit einer deutlich höheren Feuchtigkeit geliefert wird.

Wir hoffen, dass diese Informationen Ihre Entscheidung leichter werden lässt.

Was soll ich tun, wenn Holz von holzschädigenden Pilzen und Insekten befallen ist?

Fragen Sie immer zuerst einen Fachmann (Bautechniker, Architekt, Statiker usw.), wenn es sich um Bauholz oder Tragwerke handelt. Die empfohlene Vorgehensweise zum Einsatz der Präparate können Sie mit uns durchgehen.

Wie behandele ich Holz, das von Insekten befallen ist?

Entfernen Sie zuerst die befallenen Holzteile, reinigen Sie die Oberfläche von Staub und Verunreinigungen. Behandeln sie dann das Holz mit BOCHEMIT Plus I.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Tipps und Tricks.

Wie gehe ich bei der Anwendung der Imprägnierung BOCHEMIT vor?

Lesen Sie zuerst die Anleitung sorgfältig durch – hier ist aufgeführt, wie das Produkt verdünnt werden muss, in welcher Menge es aufgetragen werden muss und welche Schutzmittel verwendet werden müssen. Allgemein gilt, dass die Holzbehandlung bei Temperaturen von +5 bis +30 °C durchgeführt wird. Dabei muss das Holzschutzmittel auf der gesamten Holzoberfläche einheitlich und gleichmäßig aufgetragen werden. Zur Erzielung der Einbringmenge sind in der Regel ein bis zwei Schichten notwendig. Die notwendige Produktmenge kann entweder durch Multiplikation der Oberfläche des imprägnierten Holzes und der vorgeschriebenen Einbringmenge auf dem Etikett oder mit unserem Verbrauchsrechner berechnet werden.

Wie erkenne ich, ob das Holz von Schädlingen befallen ist?

Ob das Holz befallen ist und mit welchen Schädlingen, kann eine Spezialfirma am besten herausfinden. Aber die Warnsignale erkennt auch ein Laie. Achten Sie auf sichtbare Änderungen an den Holzkonstruktionen, z. B. Änderungen der Holzfarbe, blaue Flecken, Holzmehl unter Ausflugslöchern. Vielleicht ist das Holz an bestimmten Stellen weicher oder in der Luft liegt ein Geruch von Feuchtigkeit und Pilzen.

Welche Lebensdauer hat imprägniertes Holz?

Die Lebensdauer des mit BOCHEMIT ausgeführten Schutzes ist für in Innenbereichen eingesetztes Holz unbegrenzt, bei Holz in Außenbereichen beträgt sie mindestens 10 Jahre. Anschließend wird die Schutzkontrolle in zweijährigen Intervallen empfohlen. Man darf auch die anschließende Behandlung der Querschnitte, Einschnitte und anderen Verbindungen nicht vergessen, die erst nach der Imprägnierung durchgeführt werden: Gerade diese Stellen sind am stärksten von Schädlingen und Pilzen bedroht – praktisch immer beginnt der Zerstörungsprozess genau dort.

Wie schützt BOCHEMIT Antiflash imprägniertes Holz vor Feuer?

BOCHEMIT Antiflash verringert die Brandreaktion des Holzes durch Senkung der Brenngeschwindigkeit und der Flammenausbreitung auf der Holzoberfläche. Wenn Holz, das mit BOCHEMIT Antiflash in der vorgeschriebenen Einbringmenge behandelt wurde, einer Flamme ausgesetzt wird, zerfallen die Wirkstoffe darin durch die Erhitzung in nicht brennbare Gase, die von der Holzoberfläche in die Umgebung freigegeben werden und so den Sauerstoff, der für den Brennvorgang notwendig ist, so stark „verdünnen“, dass sich die Flammen nicht weiter ausbreiten können.

Durch die Erhitzung des behandelten Holzes entsteht auf der Oberfläche gleichzeitig eine aufgeschäumte Isolierschicht, die den direkten Kontakt der Flamme mit der Holzoberfläche verhindert, indem die Wärme der Flamme absorbiert wird und der Zugang zur Holzoberfläche verhindert wird. Das führt ebenfalls dazu, dass der Brennvorgang verlangsamt wird und sich eine verkohlte Schicht auf der Holzoberfläche bildet. Diese Schicht hat einen wärmedämmenden Effekt und verhindert so die weitere Ausbreitung der Flammen.

Kann man mit BOCHEMIT imprägniertes Holz verbrennen?

Imprägniertes Holz darf allgemein nicht als Brennholz verwendet werden, sondern muss einer dazu befugten Firma zur Entsorgung übergeben werden. Mit Bochemit QB Hobby oder Bochemit QB Profi behandelte kleine Restholzstücke können jedoch verbrannt werden.

Kann Holz imprägniert werden, das für Kinderspielplätze oder Tiergehege bestimmt ist?

Ja. Verwenden Sie Holz, das mit BOCHEMIT Forte Profi im Kesseldruckverfahren behandelt wurde. Bochemit Forte Profi ist die beste Wahl für den Schutz aller Arten von Holzelementen in Außenbereichen, die Erdkontakt haben – Kinderspielplätze, Bänke, Gartenmöbel, Zäune, Palisaden, Tiergehege, Masten und Pfosten.

In der Dokumentation zur Verkaufsgenehmigung auf EU-Märkten wird unter anderem die Prüfung von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit der Anwendung des Mittels und der Risiken, die sekundär beim Kontakt mit den behandelten Gegenständen auftreten können, aufgeführt. Daraus geht hervor, dass mit BOCHEMIT Forte Profi behandeltes Holz die Gesundheit von Kindern, Erwachsenen und Tieren bei dermalem Kontakt nicht beeinträchtigt.

Kann das Imprägniermittel aus dem Holz von Hochbeeten ins Gemüse gelangen?

Die wirksamste Methode zur Imprägnierung von Holz, das im direkten Erdkontakt steht, ist die Kesseldruckimprägnierung mit Bochemit Forte Profi. Bochemit Forte Profi kann praktisch nicht aus dem Holz ausgewaschen werden. Dennoch sollte das Erdreich beim Einsatz von imprägniertem Holz nicht in direkten Kontakt mit dem behandelten Holz kommen, wenn es für Gartenbauzwecke eingesetzt wird – das gilt auch für Hochbeete. Wir empfehlen daher, zwischen Erdreich und Holz eine undurchlässige Barriere, z. B. aus Polyethylenfolie, zu verlegen.

Kann auf die Imprägniermittel von BOCHEMIT ein weiterer Anstrich aufgebracht werden?

Nach dem Eintrocknen der Imprägnierung ändern sich die Oberflächeneigenschaften des Holzes nicht – auf die Imprägnierung können weitere normale Lasuren oder Deckanstriche aufgebracht werden. Aufgrund des vielfältigen Angebots an Farben und Lacken empfehlen wir, den ausgewählten Typ an einer verdeckten Stelle auszuprobieren, um das finale farblichen Aussehen des Holzes zu testen. Wenn Sie sich für einen weiteren Anstrich entscheiden, empfehlen wir den Einsatz der farblosen BOCHEMIT-Variante. Idealerweise verwenden Sie anschließend BOCHEMIT® Estetik, eine synthetische Öllasur in den Farbtönen Pinie, Kiefer, Mahagoni, Kastanie, Nussbaum und Palisander. Die Lasur schützt Holz in Innen- und Außenbereichen vor UV-Strahlung und gegen das Eindringen von Wasser. Sie dringt tief in die Holzstruktur ein, hebt dessen Zeichnung hervor und verleiht ihm den gewünschten Farbton. Sie platzt nicht auf, schält sich nicht ab und lässt das Holz atmen. Wenn das imprägnierte Holz in Außenbereichen eingesetzt werden soll und somit Regen und Schnee ausgesetzt ist, muss es unbedingt mit einem Deckanstrich versehen werden.

Kann imprägniertes Holz in Innenbereichen eingesetzt werden?

Mit BOCHEMIT® imprägniertes Holz kann in Wohnräumen eingesetzt werden. Das imprägnierte Holz darf jedoch nicht dort eingesetzt werden, wo es mit Nahrungsmitteln, Tiernahrung oder Trinkwasser in Berührung kommt. Die Imprägnierung wird auch nicht für Holz verwendet, das zur Herstellung von Kindermöbeln und Spielzeug dienen soll.

Hat die Holzfeuchte einen Einfluss auf die Imprägnierung?

Ja. Das Holz sollte vor der Imprägnierung getrocknet werden. Sehr vereinfacht gesagt gilt – je mehr Wasser das Holz enthält, desto weniger Imprägnierungslösung kann es aufnehmen.

Soll ich das Holz vor der Imprägnierung hobeln?

Bei älterem Holz müssen Staub, ältere Anstriche und alte Holzschichten, die sich ablösen, entfernt werden, weil sie verhindern, dass die Imprägnierung in das Holz eindringen kann. Neuholz muss nicht gehobelt werden – in Hobelholz dringt die Imprägnierungslösung schlechter als in nicht gehobeltes Holz ein.

Kann ich das Holz selbst imprägnieren?

Natürlich können Sie das Holz selbst imprägnieren: Unsere Imprägnierungsmittel sind leicht verfügbar und können einfach durch Streichen aufgebracht werden. Aus unseren Produktreihen dient dazu insbesondere Bochemit Opti F+ und Bochemit QB Hobby. Bei größeren Bauwerken und Projekten raten wir Ihnen allerdings, sich an professionelle Anbieter von imprägniertem Bauholz zu wenden. Beim professionellen Schutz von Holzdachstühlen und weiterem Bauholz werden Tauch-, Kesseldruckimprägnierungs- und Injektionsverfahren verwendet. Dabei handelt es sich um Technologien, bei denen die Wirkstoffe durch hydrostatischen oder hydraulischen Druck eingebracht werden.

Kann ich die Wirksamkeit der Imprägnierung erhöhen, indem ich eine weniger stark verdünnte Lösung, d. h. eine höhere Konzentration verwende?

Die vom Hersteller empfohlene Konzentratverdünnung ist immer optimal – dies wird anhand von Wirksamkeitstests des Imprägnierungspräparats in einem unabhängigen Labor ermittelt. Es muss nicht unbedingt gelten, dass eine höhere Konzentration der Lösung besser ist. Eine konzentriertere Lösung kann auf der Oberfläche eher austrocknen und nicht richtig ins Holz einziehen.

Warum ist imprägniertes Holz oft farbig?

Es gibt verschiedene Farbvarianten der Imprägnierungsmittel. BOCHEMIT® wird in den Farbvarianten farblos, grün und braun hergestellt. Sinn der Farbvarianten ist nur, den behandelten Holzteil vom unbehandelten unterscheiden zu können. Die Farbintensität sagt nichts über die Menge der Wirkstoffe im behandelten Holz aus.

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